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10. Juli 2019, Mühlacker. Der Geschäftsbetrieb beim Automobilzulieferer Sihn in Mühlacker läuft auch nach dem Insolvenzantrag vom 9. Juli 2019 in vollem Umfang weiter.

„Die Fertigung soll genau in der hohen Qualität weiterlaufen, die unsere Kunden kennen und schätzen. Für sie soll es keine Einschränkungen oder Veränderungen geben“, sagt Marc Schmidt-Thieme.

Das Amtsgericht Pforzheim hat den Sanierungsexperten als vorläufigen Insolvenzverwalter des traditionsreichen Herstellers von Präzisionsdrehteilen und Baugruppen bestellt.

Intensiver Austausch mit allen Beteiligten

Aktuell ist Schmidt-Thieme vor Ort in Mühlacker und arbeitet eng mit dem Management von Sihn zusammen, um das Unternehmen erfolgreich zu sanieren und dauerhaft zu erhalten. Der intensive Austausch mit Gläubigern, Kunden, dem Betriebsrat und den Mitarbeitern steht dabei für den Sanierungsexperten an erster Stelle. „Nach den Gesprächen, die ich bislang geführt habe, sehe ich gute Chancen, dass die Sanierung von Sihn gelingen kann“, sagt Schmidt-Thieme.

Im Markt gut positioniert und zukunftsfähig aufgestellt

Dass das Unternehmen in der Branche einen guten Ruf genießt und für eine sehr hohe Produktqualität bekannt ist, trägt zur positiven Zukunftsperspektive von Sihn bei. Das Unternehmen hat eine breite Kundenbasis und ist mit seinem Produktportfolio im Markt gut positioniert und zukunftsfähig aufgestellt. In quasi jedem Fahrzeug mit (vier Rädern) ist mindestens ein Teil von Sihn verbaut.

„Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Mühlacker hochqualifiziert und sehr engagiert“, betont der vorläufige Insolvenzverwalter. Die Löhne und Gehälter der rund 320 Mitarbeiter in Mühlacker sind bis Ende September über das Insolvenzgeld gesichert. Schmidt-Thieme kümmert sich umgehend um dessen Vorfinanzierung, damit die Mitarbeiter ihr Geld in den nächsten drei Monaten pünktlich erhalten.

Auf einen Blick:

• Sanierungsexperte Marc Schmidt-Thieme von der Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt
• Fertigung von Präzisionsdrehteilen und Baugruppen in höchster Qualität soll ohne Einschränkungen weiterlaufen
• Löhne und Gehälter der rund 320 Mitarbeiter in Mühlacker bis Ende September gesichert – Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet

Der Klient

Das Unternehmen Robert Sihn GmbH & Co.KG wurde bereits im Jahre 1939 gegründet. Im Januar 2012 wurde im Rahmen einer Übernahme aus der Robert Sihn GmbH & Co.KG die RSN Sihn GmbH mit neuen Eigentümern und geschäftsführenden Gesellschaftern. In den qualitätskritischen Bereichen des Automobilbaus wie zum Beispiel Kraftstoff- und Ölkreislauf sowie Turbolader ist das Unternehmen marktführend tätig. Die Kernkompetenz von Sihn konzentriert sich auf Mittel- und Großserienfertigung von Präzisionsdrehteilen und Baugruppen in höchster Qualität. Die langjährige Erfahrung, kombiniert mit innovativem, zukunftsorientiertem Engineering und Flexibilität versetzt Sihn in die Lage, die ständig steigenden Anforderungen der Kunden zu erfüllen – unabhängig davon, ob es sich um Armaturen (Stutzen, Hohlschrauben, fluidische Verbindungselemente), Winkelgelenke (mechanische Verbindungselemente), Zeichnungsteile oder komplexe Komponenten handelt. Kunden aus aller Welt schätzen Sihn als zuverlässigen Partner und wissen um die gleichbleibend hohe Produktqualität des Unternehmens.

Über den vorläufigen Insolvenzverwalter

Marc Schmidt-Thieme arbeitet seit 1999 als Insolvenzverwalter mit Schwerpunkt Unternehmenssanierung und Restrukturierung. Zu seinen bekanntesten Verfahren zählen der Leiterplattenhersteller Greule, die Stb Fahrzeugbau, die RUG (Riegelhof & Gärtner) sowie die ROB Gruppe. Darüber hinaus sanierte er als Insolvenzverwalter erfolgreich Dipach energy und die Maxxtec AG. 2016 konnte er mit Ungerer Maschinen- und Anlagenbau ein weiteres Pforzheimer Traditionsunternehmen vor dem Aus bewahren. Marc Schmidt-Thieme ist Mitglied im VID (Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands) und der TMA (Turnaround Management Association). Die Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme – Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert.

Pressekontakt:

Matthias Braun
Edelmann
Mobil: 0172/28 07 252
E-Mail: matthias.braun@edelman.com

Pressemitteilung „Automobilzulieferer Sihn“ (PDF)

28. Juni 2019, Michelstadt. Der Geschäftsbetrieb der Karl-H. Mühlhäuser GmbH & Co. KG mit Sitz im südhessischen Michelstadt läuft auch nach dem Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter. Das Amtsgericht Darmstadt hat den Sanierungsexperten und Fachanwalt für Insolvenzrecht Marc Schmidt-Thieme von der Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme zum vorläufigen Insolvenzverwalter der deutschen Tochter von Mühlhäuser bestellt, des international tätigen Herstellers marktführender Tunnel- und Bergbaumaschinen.

„Für unsere Kunden soll es keine Einschränkungen geben. Wir wollen in der Qualität weiter produzieren, die sie von uns kennen und schätzen“, erklärt Marc Schmidt-Thieme.

Schmidt-Thieme ist derzeit in Michelstadt vor Ort und prüft in enger Zusammenarbeit mit dem Management, wie das Unternehmen erfolgreich saniert und auf diese Weise dauerhaft erhalten werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, werde er direkt damit beginnen, sich intensiv mit Gläubigern, Kunden, Betriebsrat und Mitarbeitern auszutauschen.

Sanierungsgespräche sind bereits im Gange

„Ich sehe gute Chancen, dass die Sanierung gelingen kann“, sagt Schmidt-Thieme. „In den ersten Gesprächen ist direkt klar geworden, dass sich alle für die gemeinsame Sache einsetzen und an einem Strang ziehen wollen.“ Zur positiven Zukunftsperspektive trägt auch bei, dass das Unternehmen in der Branche über einen sehr guten Ruf sowie eingeführte Produkte verfügt, die weltweit gefragt sind. „Hinzu kommt, dass die rund 150 Mitarbeiter im Werk in Michelstadt hochqualifiziert und engagiert sind“, hebt der vorläufige Insolvenzverwalter hervor. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis Ende August gesichert. Er werde sich umgehend um dessen Vorfinanzierung kümmern, damit die Mitarbeiter ihr Geld in den nächsten drei Monaten pünktlich erhalten. Die Belegschaft wurde bereits auf einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Dinge informiert.

Auf einen Blick:

  • Marc Schmidt-Thieme von der Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme zum vorläufigen Insolvenzverwalter der deutschen Tochter des international tätigen Herstellers marktführender Tunnelbaumaschinen bestellt
  • Produktion soll in gewohnter Qualität weiterlaufen
  • Löhne und Gehälter der rund 150 Mitarbeiter bis Ende August gesichert

Der Klient

Mit einer mehr als hundertjährigen Geschichte ist die Karl-H. Mühlhäuser GmbH & Co. KG ein führendes Produktionsunternehmen für Tunnel- und Bergbaumaschinen sowie unterirdische Transportmittel.

Über den vorläufigen Insolvenzverwalter

Marc Schmidt-Thieme arbeitet seit 1999 als Insolvenzverwalter mit Schwerpunkt Unternehmenssanierung und Restrukturierung. Zu seinen bekanntesten Verfahren zählen der Leiterplattenhersteller Greule, die Stb Fahrzeugbau, die RUG (Riegelhof & Gärtner) sowie die ROB Gruppe. Darüber hinaus sanierte er als Insolvenzverwalter erfolgreich Dipach energy und die Maxxtec AG. 2016 konnte er mit Ungerer Maschinen- und Anlagenbau ein weiteres Pforzheimer Traditionsunternehmen vor dem Aus bewahren. Marc Schmidt-Thieme ist Mitglied im VID (Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands) und der TMA (Turnaround Management Association). Die Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme – Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert.

Pressekontakt:

Sebastian Brunner
Unternehmenskommunikation
Mobil: 0175/56 04 673
E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de

Pressemitteilung „Karl-H. Mühlhäuser GmbH & Co. KG“ (PDF)

 

am Dienstag, den 15. Oktober 2019

 

Veranstalter:

ZIS Mannheim

Zentrum für Insolvenz und Sanierung der Universität Mannheim e.V.

 

Zentrum für Insolvenz und Sanierung ZIS an der Univiersität Mannheim e.V.

 

Das Thema lautet:

10 Jahre neues Gesellschafterdarlehensrecht

 

Die Referenten sind:

  • Prof. Dr. Holger Altmeppen, Universität Passau
  • RiBGH Prof. Dr. Markus Gehrlein, Karlsruhe

Mehr Informationen unter: zis.uni-mannheim.de

03.06.2019 Die bundesweit renommierte Insolvenzverwalter-Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme dehnt ihre Aktivitäten nun auch auf Frankfurt am Main aus. Dazu verstärkt die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Insolvenzrecht Saskia Streicher seit dem 1. Juni 2019 das Team um die beiden Namensgeber Tobias Hoefer und Marc Schmidt-Thieme.

„Als unabhängige Insolvenz- und Sanierungskanzlei sind wir immer stärker mit Wirtschaftsbranchen und Unternehmen befasst, die ihren Schwerpunkt in Hessen und speziell im Großraum Frankfurt haben. Deshalb ist es ein logischer Schritt für uns, hier künftig auch mit einer eigenen Dependance vertreten zu sein. Mit der erfahrenen Sanierungsexpertin und Insolvenzverwalterin Saskia Streicher haben wir dafür nun auch die richtige Partnerin gefunden“, so Tobias Hoefer und Marc Schmidt-Thieme.

Saskia Streicher studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Mannheim und Straßburg. Nach dem ersten Staatsexamen schloss sie einen Master in Business Law & Taxation an der Uni Mannheim an. Ihre ersten beruflichen Erfahrungen als Rechtsanwältin sammelte sie bereits bei HST Hoefer | Schmidt-Thieme. Dort unterstützte sie zunächst die Insolvenzverwalter Marc Schmidt-Thieme und Tobias Hoefer in Regelinsolvenzverfahren jeglicher Größenordnung (bis zu 2000 Mitarbeiter). Seit 2010 ist sie selbst als Insolvenzverwalterin tätig. Nach Zwischenstationen bei zwei anderen Kanzleien, wo sie auch in Eigenverwaltungsverfahren (gemäß §§ 270a ff. InsO) als Chief Restructuring Officer und in der Sanierungsberatung eingesetzt wurde, kehrte sie nun zu HST Hoefer | Schmidt-Thieme zurück. Sie wird aktuell regelmäßig von den Gerichten Darmstadt, Frankfurt, Karlsruhe, Mannheim und Ludwigshafen als Insolvenzverwalterin bestellt.

„Auch auf meinen anderen beruflichen Stationen ist der Kontakt zu HST Hoefer | Schmidt-Thieme nie abgerissen. Ich habe die Entwicklung der Kanzlei zu einer der Top-Adressen in der Insolvenzverwaltung in Deutschland aufmerksam verfolgt und freue mich, nun wieder Teil davon zu werden und selbst meinen gewachsenen Erfahrungsschatz hier einbringen zu können“, so Saskia Streicher über ihre neue Aufgabe.

Pressekontakt:

Sebastian Brunner
Unternehmenskommunikation
Mobil: 0175/56 04 673
E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de

Erfolgreicher Verkauf der Biomark GmbH / Erhaltung aller Arbeitsplätze

 

Auf einen Blick:

  • Die Biomark GmbH war ein wichtiger Produzent von Gel- und Pulverprodukten für kalte und warme Anwendungen, z.B. für medizinische Einmal- und Mehrfachkompressen, orthopädische Bandagen und Flaschenkühler
  • Das Unternehmen geriet 2017 in eine wirtschaftliche Schieflage, die im März 2018 zur Eröffnung der Insolvenz im Regelverfahren führte
  • Zur Insolvenzverwalterin wurde RA Dr. Gesa Pantaleon gen. Stemberg von HST Hoefer | Schmidt-Thieme bestellt
  • Gemeinsam mit der Tobias Bobka von der Bobka Mittelstandberatung wurden zahlreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt und in einem Investorenprozess die Schneider Medical GmbH als neuer Investor gefunden
  • Sie hat am 15.04.2019 den Geschäftsbetrieb der insolventen Biomark GmbH („Biomark“) übernommen
  • Dadurch blieben alle Arbeitsplätze sowie der Produktions- und Entwicklungsstandort in Rheinau erhalten

Der Klient

Die Historie der Biomark GmbH reichte bis in das Jahr 1987 zurück. Seitdem hatte sich das Unternehmen zum Spezialisten für Gel- und Pulverprodukte zur kalten und warmen Anwendung entwickelt und wurde zum namhaften Lieferanten von Einmal- und Mehrfachkompressen, orthopädischen Bandagen für den Medizin- und Sportbereich sowie zum Hersteller von Flaschenkühlern für die Gastronomie und den Haushalt.

Die Ausgangslage

Das Unternehmen geriet 2017 in eine wirtschaftliche Schieflage, die im März 2018 zur Eröffnung der Insolvenz im Regelverfahren führte. Zur Insolvenzverwalterin wurde RA Dr. Gesa Pantaleon gen. Stemberg von HST Hoefer | Schmidt-Thieme bestellt.

Die Sanierungslösung

Gemeinsam mit der Tobias Bobka (Bobka Mittelstandberatung), der Mitte 2018 als Interimsmanager die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Biomark GmbH übernommen hatte, wurden zahlreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt und in einem Investorenprozess die Schneider Medical GmbH als neuer Investor gefunden. Das unternehmerisch erfahrene Familienunternehmen war bereit, den Standort und die Arbeitsplätze in Rheinau nicht nur zu erhalten, sondern sogar auszubauen. So hat das Unternehmen auch die rund 4.800 qm große Immobilie nebst Grundstück und monumentaler Photovoltaik-Anlage erworben. Ein neuer Markenauftritt der Schneider Medical GmbH ist sichtbares Zeichen des erfolgreich beschrittenen Weges.

Das wirtschaftliche Ergebnis

Bereits während des neunmonatigen Insolvenzverfahrens konnten sowohl die Umsätze als auch die Erträge weit überdurchschnittlich verbessert werden. Durch den Verkauf an die Schneider Medical GmbH konnte zudem alle Arbeitsplätze sowie der Produktions- und Entwicklungsstandort in Rheinau erhalten werden.

Stimmen zur Sanierung

„Ich bin sehr froh über diese tragfähige Lösung, die es erlaubt, sowohl den Standort als auch alle Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.“ (Insolvenzverwalterin Dr. Gesa Pantaleon gen. Stemberg, HST Hoefer | Schmidt-Thieme)

12.06.2018 Die bundesweit renommierte Kanzlei HST Hoefer | Schmidt-Thieme baut ihre Standorte im südbadischen Raum weiter aus. Mit Wirkung zum 1. Juni 2018 wechselte Rechtsanwältin Sarah Schmelzer LL.M. mit ihrem Team zu HST. Sie verstärkt als neue Partnerin die Kanzlei-Standorte in Freiburg und Offenburg.

„Unsere Konzentration auf die Bereiche Insolvenzverwaltung und die Begleitung von Eigenverwaltungen trägt Früchte. Wir sind hier eine der führenden Kanzleien. Es freut uns, dass wir mit Rechtsanwältin Schmelzer nun auch auf diesem Gebiet unsere regionalen Kapazitäten in Südbaden weiter ausbauen konnten“, so die Namensgeber der Kanzlei Rechtsanwalt Tobias Hoefer und Rechtsanwalt Marc Schmidt-Thieme.

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Erfolgreicher Verkauf aller sieben operativ tätigen Gesellschaften / 300 von 490 Arbeitsplätze gesichert

 

Auf einen Blick:

  • Die REMAG Gruppe war ein mittelständischer Konzern mit Standorten in ganz Deutschland, der sich mehr als 70 Jahre lang auf den Verkauf sowie die An- und Verarbeitung von Stahlprodukten spezialisiert hatte
  • Am 20. Oktober 2017 hat der Konzern ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, nachdem die Gesamtfinanzierung nicht mehr gesichert war
  • Zum Sachwalter wurde RA Tobias Hoefer von HST Hoefer | Schmidt-Thieme bestellt
  • Die Anteile an den operativen Einheiten der REMAG Gruppe hielt während des Sanierungsprozesses treuhänderisch Dr. Florian Dausend, Cornelius Treuhand Holding GmbH & Co. KG
  • Die Eigenverwaltung wurde von einem Team um Alfred Hagebusch, Wellensiek Rechtsanwälte, und bei der Tochtergesellschaft PVG Kaltprofile von Stefan Meyer, Pluta Rechtsanwalts GmbH, unterstützt
  • Alle sieben Gruppengesellschaften der REMAG AG wurden innerhalb von nur vier Monaten erfolgreich an drei verschiedene Investoren verkauft
  • Dadurch blieben 300 der 490 Arbeitsplätze erhalten

Der Klient

Die REMAG Gruppe mit Sitz in Mannheim war ein mittelständischer Konzern mit Standorten in ganz Deutschland, der sich über 70 Jahre lang auf den Verkauf sowie die An- und Verarbeitung von Stahlprodukten spezialisiert hatte. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit rund 490 Mitarbeitern ein Umsatz in Höhe von ca. 180 Mio. Euro erzielt.

Die Ausgangslage

Die 2014 eingeleitete Neuausrichtung der Gruppe verlief besser als geplant und wurde erfolgreich vorangetrieben. Die für 2018 geplante Refinanzierung wurde jedoch erschwert, nachdem es über die Fortführung der Limite eines Warenkreditversicherers Unklarheiten gab und die Gesamtfinanzierung ins Wanken geriet. Als Konsequenz beantragte die REMAG AG und ihre operativen Gesellschaften am 20. Oktober 2017 beim zuständigen Amtsgericht in Mannheim ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Eigenverwaltung stellte das Gericht den Sachwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei HST | Hoefer Schmidt-Thieme zur Seite.

Die Sanierungslösung

Mit Unterstützung der Kanzlei Wellensiek konnte Sachwalter Tobias Hoefer den Arbeitnehmern und den wichtigsten Gläubigern innerhalb von drei Monaten einen Plan zur nachhaltigen Sanierung des Unternehmens vorlegen. Wichtige Ziele waren, den eingeschlagenen Weg der Neuausrichtung durch die finanzielle Restrukturierung zu unterstützten, das operative Geschäft unverändert fortzusetzen sowie möglichst viele Arbeitsplätze und starke Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu erhalten.

Als Lösung wurden die sieben bundesweit operativ tätigen Gesellschaften im Zuge einer übertragenden Sanierung an drei unterschiedliche Investoren verkauft, die sich in einem Investorenprozess gegen verschiedene Mitbewerber durchsetzen mussten. Die REMAG AG verkaufte die Tochterunternehmen HAGMEYER Stahlcenter GmbH, BTM Bewehrungstechnik GmbH und STAHL Ehrenfriedersdorf GmbH & Co. KG an die Sülzle Stahlpartner Gruppe in Rosenfeld. Die REMAG AG Niederlassung Soest und REMAG Stahl Distribution und Service GmbH in Nürnberg wurden von der indischen Steel Mont GmbH mit Sitz in Düsseldorf übernommen. Die Tochtergesellschaft PVG Kaltprofile Verarbeitungstechnik GmbH & Co KG ging an die Wickeder Westfalenstahl GmbH. Die M+M Gebäudetechnik war bereits im Dezember 2017 veräußert worden. Damit eröffnete HST innerhalb kürzester Zeit neue, hoffnungsvolle Perspektiven.

Das wirtschaftliche Ergebnis

Alle sieben Gruppengesellschaften der REMAG AG wurden innerhalb von vier Monaten erfolgreich an drei verschiedene Investoren verkauft. Damit konnte die Zukunft aller sieben Gruppengesellschaften sowie die Arbeitsplätze für 300 der 490 Mitarbeiter gesichert werden.

Stimmen zur Sanierung

„Die Aufteilung der REMAG ist die beste Lösung für alle Beteiligten. Voraussetzung für den Erfolg war es, dass es uns gemeinsam mit allen Beteiligten gelang, den Geschäftsbetrieb in den einzelnen Gesellschaften bis zum tatsächlichen Verkauf fortzuführen.“ (Britta Hübner, Vorstandsvorsitzende der REMAG AG)

 

„Die Stahlbranche ist weiter im Umbruch, potenzielle Investoren konzentrieren sich bei Käufen auf ihr Kerngeschäft. Ein Verkauf der gesamten AG an einen Investor kam nicht in Frage, weil es dafür kein Angebot gab. Die REMAG Gruppe war dafür zu diversifiziert.“ (Dr. Florian Dausend, Cornelius Treuhand Holding GmbH & Co. KG)